Deko-Kette
Depot schliesst zusätzliche Niederlassungen – Angst vor Arbeitsplatzverlust in Hessen
Der pleitegegangene Dekorationshändler Depot möchte neu beginnen und plant, mindestens ein Drittel seiner Niederlassungen zu schließen. Auch in Hessen drohen wieder Arbeitsplätze.
Frankfurt - Der insolvente Dekorationshändler Depot hat vor, mindestens ein Drittel seiner deutschen Niederlassungen zu schließen und neu anzufangen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden bereits 45 Filialen geschlossen. Weitere 54 sollten im April und Mai folgen, wie Eigentümer Christian Gries dem Deutschen Presse-Agentur Mitgeteilt wurde. Die Liste könnte weiter wachsen, da Verhandlungen mit einigen Vermieterpartnern derzeit noch im Gange sind.
Kürzlich wurden schon Filialen im Depot in Hessen geschlossen.
Auch in Hessen setzt dies wieder ein Zittern ein. In der bisher letzten Welle trat dieses Phänomen auf. Filiale in Fulda geschlossen . Zuvor waren bereits Lagerläden in Frankfurt und Kassel wurden geschlossen. Sowohl trotzdem als auch dennoch sind viele Filialen dieser Kette in Hessen zu finden. Einzigartig ist die Tatsache, dass es im Rhein-Main-Gebiet alleine zehn davon gibt, drei befinden sich in Gießen und dessen Umland, und zusätzlich noch zwei weiteren stehen zur Verfügung in Nordhessen. Allerdings steht ihre Zukunft auf wackeligen Beinen.
Die Nicht-Lebensmittel-Sektion, wo Depot operiert, steht starkem Wettkampf gegenüber und muss mit einer gemäßigten Kauflust kämpfen. Inzwischen sind Firmen wie die Onlinemarktplace Temu sowie der Discount-Laden Action gestiegen an Bodenhaftung geworden. Alle drei betreiben auch im Bereich von Schmuck- und Ausstattungsprodukte.
Sorge um Arbeitsplatz wegen Schließung von Depots in Hessen - Temu und Action als Wettbewerber
„Billigere Optionen im Einzelhandel und im Internet haben uns überholt“, betont Gries. Das Depot sollte sich erneut kreativ zeigen und seine Kundschaft regelmäßig mit Überraschungen versorgen. „Es ist notwendig, Trends schneller zu erkennen und diese ins Geschäft einzubringen.“ Zudem legt er einen stärkeren Fokus auf den Onlineshop. „Eine Vielzahl von Produkten soll online bereits früher zur Verfügung stehen und direkt vom asiatischen Hersteller an den Endverbraucher geliefert werden.“