Die Afrikanische Riesenschnecke Begeisterter Beobachter als stilles Sternschnuppen im Bereich der Terrarienkultur: gewaltig groß, schleimselig und faszinierenderweise einzigartig. Auf social media-Plattformen entwickeln diese Geschöpfe sich fast zum Kultobjekt – trotzdem sollte man nicht vergessen, dass ihre außergewöhnliche Erscheinung nichts daran ändert, dass sie pflegeintensive Begleiter sind. Die Exoten aus der Welt der Weichteile offenbaren hierbei tatsächlich viele Facetten, weshalb sie sowohl sehr gefragt als auch kontrovers diskutiert werden. Das alles wird von smartlink.biz.id Redakteurin und Biologin Saskia Schneider näher erläutert.

Größer, klebriger und unglaublich eigenartig. Dies beschreibt das ungewöhnliche Bild, welches viele von diesen exotischen Kreaturen hinterlassen. Die afrikanische Riesenschnecke, besser bekannt unter dem Namen Glasmuschelschnecke oder im Fachjargon als Teil der Familie Achatinidae, gehört zu den größten Landgeschmäckerarten auf Erden. Besonders beliebt als Haustier ist die Spezies Lissachatina fulica, welche eine Geschoßgröße von bis zu 20 Zentimeter erreichen kann. Diese Tierart stammtursprünglich aus Ostafrika heraus, aber dank menschenbedingter Verbreitung findet man heute solche Schneckenspezies in verschiedenen tropischen Gebieten rund um den Globus - oft jedoch mit negativer Auswirkung auf ökologisches Gleichgewicht lokaler Lebensräume. Ihre steigende Popularität als Hauspet behagt nicht allen, da dies sowohl Fragen zur angemessenen Haltung hervorruft als auch Bedenken bezüglich möglicher Gesundheitsrisiken weckt; Forscher haben festgestellt, dass diese Geschmeidigen Krankheitserregern wie etwa dem Nagetierzwerge-Lunge parasitär anhaften könnten. Trotz ihres friedlichen Wesens und einfacher Versorgungsanforderungen spielt daher eine sorgsame Betreuung eine wichtige Rolle.

Herkunft

Der ursprüngliche Lebensraum der afrikanischen Riesenschnecke erstreckt sich südlich der Sahara, vor allem im Ostafrica, wo man sie in Küstengebieten sowie in nassen Wäldern antrifft. Durch internationale Handelswege und ungewollte Verbreitung gelangte diese Spezies zu Beginn auf fast sämtliche tropische und subtropische Kontinente. Insbesondere die Gattung Lissachatina fulica wird in diesen Regionen oft als einheimischer Vertreter angesehen, der lokale Tierarten bedroht, landwirtschaftliches Anbauwerkzeug beschädigt und Krankheiten weiterträgt. Daher sind solche Schneckenspezies in Ländern wie den Vereinigten Staaten, Australien und Kanada entweder untersagt oder stark reglementiert. Allerdings ist es möglich, diese Tiere nach Europa einzuführen, jedoch nur mit umfassendem Fachwissen zur Haltungsweise. Ihre Ausbreitung jenseits ihrer natürlichen Heimatbereiche stellt einen bedeutenden Bewuchsproblem bei Naturschützer dar, was dazu führte, dass das Internationale Union zum Erhalt der Artdiversität (IUCN) sie auf einer Liste potentiell gefährlicher eingefallener Arten veröffentlichte.

Aussehen

Afrikas Großschnecken, besonders die Spezies Lissachatina fulica, haben einen kegelförmigen Panzer, der bei erwachsenen Exemplaren eine Größe von bis zu 20 Zentimetern erreicht. Andere Arten wie Achatina achatina können sogar bis zu 30 Zentimeter lang werden. Ihr Panzer endet an seinem obersten Teil spitz und hat oft eine rotbraune Basisfarbe mit dunklen Linien oder Mustern; dabei variiert die Färbung je nach Zuchtlinesse erheblich. Ein typisches Merkmal dieser Schneckenspezies ist ihr Panzer, dessen Höhe etwa doppelt so groß ist wie seine Breite und sieben bis neun Umdrehungen aufweist. Die Leiber dieser Tiere gleichen denen aller anderen Landschnecken: Sie bestehen aus einem robusten Cephalopodenfuß sowie vier Antennen - davon zwei zur Wahrnehmung des Geruchs und Berührungsgefühls und zwei weitere mit Augen darauf. Des Weiteren verfügen sie über die sogenannte Radula, eine rasiermesserdünne Organeindeutig als raspelnde Zunge benutzt zum Aufnehmen ihrer Nahrungsmittel.

Verhalten

Afrikasche Großschnecken gelten als friedliebende und stille Kreaturen. Sie aktivieren sich hauptsächlich am Ende des Tags und durchstreifen nach Sonnenuntergang ihren Lebensraum im Suchen nach Nahrung und zur Erforschung ihrer Umgebung. Obwohl ihr Tempo langsam ist und ihnen keine Verteidigungsmittel wie Gebisse oder Klauen zur Verfügung stehen, machen sie einen verletzungsunempfindlichen Eindruck – in Wirklichkeit sind sie allerdings äußerst anfällig für Belastungen. Selbst wenn einige Züchter es zulassen, dass die Schnecke über ihre Hand krabbelt, sollte man beim Kontakt vorsichtig sein. Die afrikanischen Riesenschnaken nehmen sogar leichte Berührungen bis hin zu ihrem Panzer wahr und interpretieren dies möglicherweise als Gefahrensignal. Diese Tierarten agieren grundsätzlich eher einzeln ohne starkes Sozialverhalten; trotzdem sollten sie oft gemeinsam gehalten werden, um eine hohe Stressbelastbarkeit und Anfälligkeit für Erkrankungen zu verhindern. Im Allgemeinen zeichnen sie sich durch Neugierde sowie Zurückhaltung aus und konzentrieren sich intensiv auf ihre unmittelbare Umwelt.

Ernährung

Afrikanische Riesenschnecken sind hauptsächlich Pflanzenfresser, fassen aber auch tierisches Eiweiß auf. Ihr Grundgediet besteht aus frischem Gemüse wie zum Beispiel Gurken, Karotten und Spinat sowie Fruchtnahrung wie Äpfeln und Beeren. Gelegentlich konsumieren sie auch pflanzlichen Unverbrauchs wie Bananenhälften. Als Quelle für tierischen Proteinsollten Fischflocken oder getaute Hundekuchen nur sparsam eingesetzt werden. Es ist ratsam, salzhaltige Futtermittel, Lebensmittel mit Kupfergehalt sowie künstliche Additive gänzlich zu vermeiden. Für den optimalen Wuchs ihres Schalentums sollten Sie ihnen Sepienknorpel, Futterkalk oder Ton zur Verfügung stellen. Stellen Sie das Futter täglich neu bereit und verteilen es gleichmäßigen über ihren Standort, am besten direkt auf Unterlagen, damit der Pflegeaufwand vereinfacht wird.

Richtige Haltung & Pflege

Das Halten afrikanischer Riesenschnecken verlangt nach einem Terrarium mit ausreichender Fläche – mindestens 60 × 30 × 30 Zentimeter für drei bis fünf Exemplare. Der Untergrund sollte etwa zehn Zentimeter hoch sein und aus ungedüngtem, leicht kalkreichen Erdreich bestehen, um das Schneckengehäuse zu schützen. Diese Tiere brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80–90 % sowie Temperaturwerte im Bereich von 21 °C bis 28 °C; hierfür sind Heizmatte vorzuziehen statt Glühlämpchen. Eine geregelte Wechselhaftigkeit von Tag und Nacht kann mittels Beleuchtung eingefahren werden. Bei regelmäßigem Besprühen des Terrariums ist es möglich auf einen Wasserbehälter zu verzichten. Dekorationen wie Echter Laub oder stabile Holzteile dienen dazu, dass die Schnecke sich sicher bewegen kann. Da Futterreste Mouldsbildung fördern können, muss täglich gründlich sauber gemacht werden. Während trockener Perioden passieren diese Geschöpfe ihre „Trockenhaltungen“, indem sie ihr Aktivitätsspielraum reduzieren und untätig bleiben.

Beim Umgang mit den Schnecken ist Vorsicht angebracht. Einerseits kann es beim Fallen leicht zu Verletzungen kommen. Andererseits haben Schweizer Wissenschaftler davor gewarnt, diese Tiere anzufassen, wie die Resultate ihrer Studien nahelegen. Studie Theoretisch können diese Tiere als Überträger des Ratten-Lungen-Wurms dienen, welcher eine Hirnhautentzündung beim Menschen verursachen kann. Deshalb sollten wir es unterlassen, die Tiere einfach durch den Garten kriechen zu lassen, da sie so leichter mit Krankheitserregern in Kontakt kommen könnten. Darüber hinaus ist dies auch darauf zurückzuführen, dass sie sehr fressgierig sind und sich rasch vermehren.

Der Beitrag Hält man afrikansiche Riesenschnecken als Haustiere? Hier sind die wichtigsten Informationen dazu. erschien zuerst auf smartlink.biz.id .

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