Für beeindruckendes Engagement
Der TV-Memmingen-Experte Max Halder wird eine spezielle Anerkennung zuteil.
Beim Fest im Rathaus von Memmingen erhielt Max Halder das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidents für seine lange Zeit als ehrenamtlicher Mitarbeiter.
Memmingen - Bereits seit etwa fünfzig Jahren ist Max Halder ehrenamtlich in verschiedenen Positionen im Turnverein Memmingen tätig. Zu Recht hat man ihm dieses bedeutende Engagement während einer Zeremonie im Rathaus gewürdigt. Das Ehrenzeichen des bayerischen Ministers für besondere Verdienste um das Ehrenamts-Werk wurde ihm durch den Oberbürgermeister Jan Rothenbacher verliehen. Anlässlich dieser Feier waren nicht nur seine Familie und die Fraktionschefs vom Stadtgericht anwesend, sondern auch viele langjährige Freunde und Mitstreiter.
Bayerisches Ehrenzeichen vom Ministerspiegel des Landes für Leistungen im ehrenamtlichen Dienst
Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt wurde seit dem Jahr 1994 als eine ehrende Würdigung für ausgedehnte und exzellente freiwillige Arbeit vergeben.
Personen, die sich durch eine aktivische Beteiligung an Vereinen, Organisationen sowie weiteren Gemeinschaften mit Schwerpunkt auf kulturelle, sportliche, soziale oder andere wohltätige Ziele ausgezeichnet haben, werden geehrt. Ihre herausragenden Leistungen sollten primär auf lokaler Ebene geleistet worden sein und normalerweise einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren umfasst haben.
Also begrüßte der Oberbürgermeister Jan Rothenbacher bei dem Event die neu gewählten Vizevorsteherinnen und -Vorstandsmitglieder Petra Gutermann und Axel Pfalzer vom TV Memmingen. Darüber hinaus wurden die TVM-Ehrenvorsitzenden Dr. Klaus Polk, Dr. Werner Herrmann und Manfred Schilder, die Ehrenbürger Dr. Ivo Holzinger und Josef Miller sowie der langejährige Sportredakteur Fritz Such willkommen geheißen.
Werdegang
Im Rahmen seiner Laudatio zeichnete Rothenbacher das umfangreiche Engagement von Max Halder nach. Im Jahr 1976 schloss sich dieser dem TVM an und übernahm sofortige Verantwortung als Übungsleiter für Gerätturnen. Zwischen 1978 und 1984 fungierte er als Jugendleiter und war gleichzeitig ein Teil des Vorstands vom TVM. Danach übernahm er bis 1988 die Führung der Turnabteilung, zu der er auch heute noch als stellvertretender Abteilungsleiter gehört und sie mit ihren rund 1.600 Mitglieder zur größten innerhalb des Vereins zählt. Von 1998 bis 2017 agierte er sowohl als sportlicher Leiter wie auch als Stellvertreter des Vorsitzenden beim TVM-Vorstand; anschließend führte er diesen bis 2023 als Präsident des gesamten Vereins.
Nebenbei engagierte sich Halder seit 2008, also bis zum Jahr 2023, im Arbeitskreis für Sportlerehrenrungen der Stadt. Wie Rothenbacher betonte: "Dies ist eine bedeutende und herausfordernde Rolle, die einen feinen Instinkt verlangt." Zuvor wirkte Max Halder als Landes- und Bundesschiedsrichter für Gruppengymnastik TGM / TWG von 1979 bis 2005 und setzte sich für den Integrationsbezug flüchtlingsbedingt neuer Mitglieder ins TVM-Sportsprogramm ein. In Memmingen koordinierte er viele große sportliche Veranstaltungen gemeinsam mit anderen, darunter 1986 das bayerische Staatsfestival für Gymnastik, bei dem fast 9.000 Personen teilnahmen. Über seine gesamten Jahre hinweg seines ehrenamtlichen Engagements organisierte er auch mehrere Wettbewerbe junger Turnerinnen und Turner sowie gymnasiatische Galavorstellungen, nationale Jugendspiele in der Kategorie TGM oder TWG, sommerliche Festspiele und Familien-Tags zur Förderung des Sports.
Für seine Leistungen erlangte Halder mehrere Preise. Im Jahr 1995 bekam er von seinem Turnerclub die Silverne Ehrnahele, während ihn zehn Jahre später im Jahr 2005 die Goldenne Ehrnahele ausgezeichnete wurden. Erst kürzlich, im Jahr 2020, erhielt er vom Stadtrat Memmings einen Ehrenpreis für herausragende Beiträge zum Sportlichen Bereich und bereits 2024 wählten ihn Mitglieder seines Clubs zu einem ehrenamtlichen Vorsitzenden des TV Memmingen. Bei lautem Zuschauerapplaus überreichte Bürgermeister Jan Rothenbacher dem geehrten Herrn das Ehrenabzeichen am Revers.
Halder dankte für das große Vergnügen, das ihm durch diese Auszeichnung zuteil wurde. In retrospektiver Sicht genoss er stets Freude an seiner Beteuerung und sie war niemals belastend. " Mein Dank richtet ich an meine 'LieblingFrau' Brigitte, die mir über all die Jahre hinweg fantastisch zur Seite stand", schloss Halder.
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