Die US-Darbstellende Taylor Greene erwarb wenige Tage bevor Präsident Donald Trump seine Zollpolitik änderte und dies im letzten Monat geschah, Aktien für viele tausend Dollar. Dies ist ersichtlich durch Dokumente, welche sie Anfang dieser Woche beim US-Kongress eingereicht hat. Mit diesem Vorgehen verstärkte die republikanische Abgeordnete, die eng mit Trump verbunden ist, die bereits bestehenden Anschuldigungen über Insidergeschäfte gegen den Präsidenten.
Im frühen April löste Trump durch seine Ankündigungen von umfassenden Zöllen gegen mehrere Länder heftige Verfallsbewegungen an den Finanzmärkten aus. In einer Nachricht über seinen Kurznachrichtendienst Truth Social gab er am letzten Mittwochenmittag einen Appell zur Aktienthesaurierung heraus. Weniger als ein Tag danach reduzierte er die Steuern für die Europäische Union sowie viele weitere Wirtschaftspartner auf neunzig Tage auf zehn Prozent. Diese Maßnahme brachte bei den Wertpapierhandlungen einen beachtlichen positiven Schwung hervor.
Offensichtlich beeinflusste Trumps Aufforderung Greens Handlungen: Angeblich erwarben sie Aktien verschiedener Technologieunternehmen wie Apple und Amazon sowie des Arzneimittelherstellers Merck zu Preisen zwischen 21.000 und 315.000 Dollar am Dienstag und Mittwoch der vorletzten Woche. US-Bundesabgeordnete sind befugt, an der Börse zu traden; jedoch müssen sie binnen 30 Tage schriftliche Mitteilungen über solche Transaktionen einreichen. In diesen Erklärungen ist es nicht notwendig, genaue Beträge preiszugeben.
US-Staatsanleihen verkauft
Die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Georgia, einer der engagiertesten Anhängerinnen des US-Präsidenten, soll laut Angaben gleichzeitig Staatsanleihen im Umfang von 50 bis 100.000 Dollar verkauft haben.
DemokratischePolitiker beschuldigtenTrump wegen seines BeitragsaufTruthSocialvon InsiderhandelnundfordertenUntersuchungendazu.DieserTweetzeigte lautSenatorChrisMurphy,dassTrumphisseneigenenMitarbeitervoranHinweisezumGeldverdienergibt."WirkennenRegierungsmitgliedernvorherüberdenWechselderZollspoliikbeiTrumpinformiertgewesen?",fragtederSenatorAdamSchiff."HandeltesichhierurnAktiengeschäfteoderProfitzuLastenderSteuerzahlendenBürger?".
Das Weiße Haus hat erklärt, dass Trump die Öffentlichkeit nur "besänftigen" wollte. In Anbetracht der fortwährenden Alarmmeldung durch die Medien sei es Aufgabe des Präsidents, das zu tun, betonte Kush Desai vom Pressesprecheramt gegenüber der "Washington Post".
(APA/AFP)